Pädagogische Konzeption

Im Mittelpunkt steht immer Ihr Kind!

Männchen

Unsere Einrichtung / Unser Leitbild

„Im Mittelpunkt steht immer das Kind“

 Als Leitbild der Einrichtung wird die individuelle Eingewöhnung, Förderung und Betreuung der Kinder in den Vordergrund gestellt.

Unsere Einrichtung ist eine Kombination aus Kindergarten und Kindertagesstätte. Das Kindergartenjahr beginnt immer zum 01.08. eines Jahres. Wir nehmen Kinder auf, die bis zum 01.11. (Stichtag) 2 Jahre alt werden, sowie darüber hinaus, Kinder bis zum Schuleintritt.

Unsere Tagesstätte bietet insgesamt 40 Plätze mit Kontingenten von 25 Stunden, 35 Stunden, sowie 45 Stunden pro Woche. Wir haben zwei altersgemischte Gruppen, in die auch die Mittagskinder integriert sind. Daraus ergibt sich eine Gruppenstärke von jeweils 20 Kindern. Unsere Gruppen heißen Marienkäfergruppe und Elefantengruppe.

Jeder Gruppenraum hat einen Nebenraum, der den Kindern eine Rückzugsmöglichkeit bietet, den Erziehern aber auch die Möglichkeit zur Kleingruppenarbeit gibt. Außerdem gibt es in unserer Einrichtung einen Bewegungsraum, sowie einen Ruhe, bzw. Schlafraum, welcher zum täglichen Mittagsschlaf der 2 jährigen Kinder dient. Außerdem haben wir eine geräumige Küche, in welcher täglich die Mittagsmahlzeiten frisch zubereitet werden. Diese werden dann gemeinsam in den Gruppen eingenommen. Beide Gruppen werden von je drei sozialpädagogischen Fachkräften betreut. Wenn möglich wird eine Gruppe von einer Anerkennungspraktikantin, bzw. einer Unter-,oder Oberstufenschülerin unterstützt.                                                                                                                                                    Die Leiterin der Einrichtung ist zur Hälfte für Leitertätigkeiten von der Gruppenarbeit freigestellt und springt im Krankheitsfall einer pädagogischen Kraft für diese ein.

Der Träger der Einrichtung ist die Elterninitiative „Pünktchen“ e.V.                                       Der Verein ist dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen. Finanzielle Mittel werden zielorientiert und wirtschaftlich eingesetzt. Gelder werden nachhaltig zur dauerhaften Förderung und Bildung der Kinder eingesetzt.

Derzeitige Öffnungszeiten (richtet sich nach der jeweils gebuchten Betreuungszeit)

25 Stunden             7:30 Uhr – 12:30 Uhr

35 Stunden              7:30 Uhr – 14:30 Uhr mit Mittagessen oder

45 Stunden              7:30 Uhr – 16:30 Uhr mit Mittagessen

Während der Oster, Sommer und Herbstferien ist unsere Einrichtung durchgängig für Sie geöffnet. Lediglich zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Kita 1 Woche geschlossen. An Samstagen, Sonntagen, gesetzlichen Feiertagen und an Heilig Abend und Silvester ist die Einrichtung ebenfalls geschlossen. Außerdem schließen wir an 4-6 Brückentagen pro Jahr, sowie ggf. 1-mal jährlich zur Konzeptionsüberarbeitung. Jährlich findet ein Betriebsausflug für unsere Mitarbeiter statt, an dem wir die Einrichtung geschlossen haben.

Alle Schließungen werden rechtzeitig durch einen Aushang am Infobrett bzw. auf dem Halbjahresplan bekannt gegeben.

 Auftrag des Kindergartens

Der Auftrag des Kindergartens für die Altersstufe zwei bis drei Jahre beinhaltet hauptsächlich die Entwicklungsbegleitung des einzelnen Kindes. Wir möchten die Familien durch qualitätsorientierte, bedarfsgerechte und flexible Kinderbetreuung entlasten, sowie in ihren frühen Förderungsbestrebungen ergänzen. Eine besonders enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist dazu unabdingbar. So legen wir z.B. ein besonderes Augenmerk auf die personengestützte Eingewöhnungszeit durch eine erziehungsberechtigte Person. Die Qualitätsanforderung erfüllen wir durch ein hohes Maß an Engagement des Trägers im Bezug auf die räumliche Ausgestaltung der Gruppe, wie auch auf die ständige Weiterbildung der pädagogischen Fachkräfte.

Laut Gesetz ist der Kindergarten eine pädagogische Einrichtung mit einem eigenständigen Bildungsauftrag.

Das heißt:

Kinder unterschiedlicher Herkunft, Religion, verschiedenen Alters und Geschlechts verbringen in unserer Einrichtung mehrere Stunden des Tages. Hier finden sie Unterstützung und Hilfen zur Förderung ihrer Gesamtentwicklung durch pädagogisch ausgebildetes Personal.

Der Kindergarten hat wie auch die Schule einen Erziehungs- und Bildungsauftrag und bildet so die erste institutionelle Bildungseinrichtung für das Kind vor der Schule. Die Funktion des Kindergartens ist eine Vorbereitung auf das Leben außerhalb der Familie. Der Kindergarten soll die Erziehung des Kindes in der Familie ergänzen und unterstützen, jedoch nicht ersetzen!

Dabei muss folgendes berücksichtigt werden:

Die Kinder müssen sich im Allgemeinen zum ersten Mal mit zunächst fremden Erwachsenen und fremden Kindern ohne Hilfe der Eltern auseinandersetzen.

Eltern müssen zum ersten Mal ihre Kinder abgeben und einem zunächst fremden Menschen anvertrauen. Sie erfahren zum ersten Mal was es heißt, sein Kind loszulassen.

Verschiedene Familienkonstellationen wie z. B.:

  1. vollständige Familien
  2. alleinerziehende Mütter und Väter
  3. Patchwork-Familien
  4. Berufstätigkeit beider Elternteile
  5. Migrationshintergrund
  6. Ggf. Flüchtlingsfamilien                                                                                                                 gilt es in ihren unterschiedlichen Bedürfnissen zu berücksichtigen. Ergänzung und Unterstützung der Familienerziehung bedeutet aber nicht, dass wir die verschiedensten Erziehungsmethoden und Vorstellungen der einzelnen Familien kopieren oder übernehmen. Nur durch eine enge, ineinandergreifende Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Mitarbeitern ist ein Erfolg in der frühen kindlichen Entwicklung und Bildung möglich. Dieses kommt jedoch der Entwicklung der Kinder entgegen, denn es bedeutet der erste Schritt in die Selbständigkeit. Der Kindergarten bietet dem Kind erste Erfahrungen in einem anderen sozialen Umfeld, außerhalb der Familie, zu sammeln.
  7. Wir bieten eine multikulturelle Erziehung an, in der wir die Kulturen anderer Länder achten und unterstützen, legen aber unsere Hauptorientierung auf die deutsche Kultur und die christliche Religion, allerdings ohne „missionarisch“ tätig zu werden.
  8. Das Leben im Kindergarten für 40 Kinder hat eine andere Struktur als in der Familie. In der Einrichtung wird das Wohl des einzelnen Kindes, aber auch das der Gesamtgruppe berücksichtigt.

Beratung und Information der Eltern

 Zur Information und Beratung der Eltern gehören:

  1. Erläuterung des pädagogischen Konzeptes
  2. Hospitationen der Eltern im Kindergarten mit der Möglichkeit zur Nachbesprechung
  3. Eltern- bzw. Geschwisterschlusskreise
  4. gemeinsame Feste von Eltern und Kindern
  5. Elternnachmittage, oder Vätervormittage, sowie pädagogische Aktionstage am Samstag
  6. gemütliche Elternabende
  7. Elternabende zu wichtigen pädagogischen Themen, ggf. begleitet durch Referenten
  8. Elternsprechtage
  9. Elterngespräche, ob im Kindergarten oder zu Hause, die dem Informationsaustausch über das Kind dienen und Möglichkeiten einer fachlichen Hilfe anbieten
  10. Bildungsdokumentationen als Beratungsgrundlage
  11. täglicher Austausch der pädagogischen Mitarbeiter über Probleme und Auffälligkeiten der Kinder oder der verschiedenen Familiensituationen
  12. Zusammenarbeit mit diversen Institutionen (Schule, offener Ganztag, Ärzte, Logopäden, Ergotherapeuten, Frühförderstellen etc.)
  13. Begleitende Unterstützung der Eltern bei Anträgen (z.B. bei der Stadt) durch die Leitung
  14. Besuch der päd. Mitarbeiter im alltäglichen, häuslichen Lebensumfeld der Kinder. Um jedes Kind gezielt und ganzheitlich fördern zu können, ist eine Zusammenarbeit mit den Eltern und anderen Institutionen, wie z.B. Kinderarztpraxis, Ergotherapeutin etc. enorm wichtig. Hierzu müssten die Eltern die entsprechende Einrichtung und auch uns, als Institution, von der Schweigepflicht befreien, damit wir die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme nutzen können, um eingeleitete Maßnahmen zu optimieren.  Portfolio. Dies ist ein Dokumentationssystem, in Form von Bildern, Fotos, Briefen etc., ganz individuell für jedes einzelne Kind. In diesen Ordnern werden Lernschritte, Entwicklungsprozesse, Stärken und Besonderheiten dokumentiert, reflektiert und präsentiert. Das Portfolio gehört dem Kind und ist für es jederzeit frei zugänglich. Gemeinsam mit Kind und Pädagogen wird das Portfolio erarbeitet und stetig erweitert. Hier haben die Eltern die Möglichkeit am Portfolio ihres Kindes mitzuwirken.
  15. Das Portfolio dient u.a. auch als Grundlage für gemeinsame Elterngespräche.             All die o. g. Möglichkeiten enthalten jedoch keine Handlungsanweisungen sondern haben eine beratende, klärende und unterstützende Funktion.

Gremien der Elternmitwirkung

Wie in jedem anderen Kindergarten gibt es auch bei uns eine Elternversammlung, einen Elternbeirat, sowie einen Kindergartenrat, die den Eltern die Möglichkeit bieten, aktiv an wichtigen Entscheidungen teilzuhaben. Die Elternversammlung wird von allen Erziehungsberechtigten der den Kindergarten besuchenden Kinder gebildet. Laut dem aktuellen Kindergartengesetz (Kibiz) ist ein Elternbeirat in der Einrichtung erforderlich. Hier haben die Eltern die Möglichkeit sich im Elternbeirat aktiv zu beteiligen, um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gewährleisten zu können. Der Elternbeirat besteht aus gewählten Mitgliedern der Elternversammlung. Hierbei wählen die Eltern drei Vertreter, ggf. mit Stellvertreter, aus ihrer Mitte. Der gewählte Elternbeirat hat seit dem 01.10.2011 die Möglichkeit sich mit anderen Beiräten der Kommune zusammenzuschließen, um so auf Landesebene die Interessen der Eltern zu vertreten. Der Elternbeirat bildet gemeinsam mit dem Vorstand des Vereins als Trägervertreter und den pädagogischen Mitarbeitern den Kindergartenrat.

 Migration

Im Rahmen unserer pädagogischen Arbeit bieten wir den Kindern mit Migrationshintergrund Sprachförderung in der deutschen Sprache und Wissenserweiterung zur deutschen Kultur an. Bei Bedarf werden Eltern Möglichkeiten zum kulturellen Austausch z. B. auf „Türkischen Nachmittagen“ geboten und Hilfestellungen zur Integration geleistet. Unterstützt werden wir hierbei durch Mitarbeiter des kommunalen Integrationszentrums. Bereits im Aufnahmegespräch werden besondere „Sitten und Gebräuche“ abgefragt.

Inklusion » Gelebte Pädagogik der Vielfalt

 Inklusive Erziehung geht vom Grundsatz der uneingeschränkten Teilhabe aller Kinder mit oder ohne Behinderung, mit oder ohne Migrationshintergrund aus.                                         Sie alle sollen in der Kita eine auf ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichtete, spezifische Förderung und Unterstützung erhalten.                                                                                              Die gemeinsame Erziehung ist dabei eingebettet in einen gesellschaftlichen Auftrag der Förderung aller Kinder.

 Eingewöhnung

Spätestens im März erhalten die Eltern die Zusage, dass ihr Kind einen Platz in unserer Einrichtung bekommt. Um dann die Eingewöhnung in den Kindergarten zu erleichtern, bieten wir ganz individuell gestaltete Besuchstage bereits vor den Sommerferien an. Die Kinder lernen hier mit einem Erziehungsberechtigten ihre zukünftige Gruppe kennen und Berührungsängste abzubauen. Gemeinsam mit den Eltern wird der erste Kindergartentag vorbereitet, so dass die Kinder diesen Tag auch schon ohne Eltern bewältigen können. Damit wir jedem Kind an seinem ersten Kindergartentag gerecht werden können, „staffeln“ wir die Aufnahmen. Jedes Kind hat seinen persönlichen „ersten Kindergartentag“. Hierbei ist zu beachten, dass die gebuchte Betreuungszeit nicht von Anfang an völlig ausgeschöpft wird, sondern auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes abgestimmt ist. Auch wenn man davon ausgeht, dass der Eingewöhnungsprozess bereits abgeschlossen scheint, kann es jederzeit zu einer Retardierung (Zurückentwicklung) des bereits vermutet, abgeschlossenen Abnabelungsprozesses kommen!

Die Eingewöhnung der „Kleinen“ geschieht noch intensiver. Das Kind hat eine ganz tiefe Beziehung zu Vater und Mutter, die nun auf eine Erzieherin erweitert werden muss. Das Kind muß erfahren, dass die Eltern der neuen Bezugsperson voll vertrauen und sich bei der Erzieherin wohl fühlen. Dieses Wohlbehagen wird dann auch vom Kind auf die Erzieherin übertragen. Wichtig ist, dass sich zu jeder Zeit Eltern und Kind wohl fühlen. Wir stellen jedem Kind ein handliches Fotoalbum zur Verfügung, wo Sie als Eltern mit Ihren Kindern Fotos von Menschen oder Dingen einlegen können. Die Alben sind für die Kinder frei zugänglich und erleichtern den Abnablungsprozess, indem sie von Fotos von Dingen, die ihnen wichtig sind, begleitet werden. Natürlich dürfen zur Eingewöhnung auch wichtige Begleiter, wie z.B. Kuscheltier, oder Schnuller, mitgebracht werden.

Regeln und Rituale im Kindergarten

Mit dem Eintritt des Kindes in den Kindergarten eröffnet sich für das Kind eine ganz neue Welt. Die vielen Menschen, die Fülle des Spielmaterials…- für die meisten Kinder ist diese Welt anziehend und spannend, aber die Gefahr ist auch groß, dass ein Kind den Überblick verliert und mit der neuen Situation überfordert ist. Regeln und feste Rituale schaffen einen Rahmen des Kindergartenalltags, und strukturieren so das Kindergartengeschehen. Dieses gibt dem Kind Vertrauen und Sicherheit.

 Feste Regeln sind unter anderem:

    1. alle Kinder sind bis spätestens 9.00 Uhr im Kindergarten. Dann wird die Tür geschlossen und erst wieder zur Abholzeit geöffnet (Pünktlichkeit). Deshalb bitten wir die Eltern, spätestens dann die Einrichtung zu verlassen und pünktlich wieder abzuholen. Bei verspäteter Abholung wird vom diensthabenden Personal eine Verwarnung ausgesprochen. Bei wiederholter Verspätung wird man in ein Verzögerungsbuch eingetragen. Jeder Eintrag wird mit 10€ in Rechnung gestellt.
    2. Kinder, die nicht in den Kindergarten kommen können, sollen bis 09:00 Uhr telefonisch entschuldigt werden.
    3. die Kinder werden von den Mitarbeitern in der Gruppe persönlich in Empfang genommen und begrüßt, d.h. die Eltern übergeben ihr Kind an die Mitarbeiter und haben dadurch die Gelegenheit, wichtige Dinge mitzuteilen oder zu erklären.

 

  1. Kinder, die an einer Kinderkrankheit erkrankt sind, dürfen nur mit einer ärztlichen Unbedenklichkeitserklärung wieder den Kindergarten besuchen.
  2. den Mitarbeitern ist es untersagt, Medikamente auszugeben (Ausnahmen sind lediglich Dauermedikamente z. B. bei Diabetes, Asthma usw.). Bei Kindern, die z.B. zu Fieberkrämpfen neigen, dürfen wir die „Notfall-Zäpfchen“ in unserer Einrichtung kühl lagern. Grundsätzlich ist eine Medikamentenverordnung vom behandelnden Arzt erforderlich.
  3. alle Kinder gehen möglichst jeden Tag nach draußen (Bitte wetterfeste Kleidung mitbringen)

Hausregeln

Einmal in der Woche turnen die Kinder. Dazu benötigen sie Turnzeug, das aus einem T-Shirt, einer Jogginghose und einem Paar Gymnastikschuhen besteht.

Für nasses Wetter sollte das Kind ein Paar Gummistiefel, eine Matschhose und eine Regenjacke mit Kapuze im Kindergarten haben, damit wir auch bei schlechtem Wetter oder nasser Außenanlage raus gehen können. Alle Kleidungsstücke sollten mit Namen gekennzeichnet sein und regelmäßig auf Zustand der Kleidung, Größe und Jahreszeitabhängig kontrolliert werden. Die Eltern der Wickelkinder müssen alle Pflegeutensilien wie Windeln, Reinigungstücher, Wickelunterlagen, Cremes und Wechselwäsche in ausreichender Menge in der Einrichtung deponieren. Die Wickelutensilien werden in den dafür zur Verfügung gestellten Eigentumsboxen aufbewahrt. Wir wickeln die Kinder zu festen Zeiten und natürlich bei Bedarf. Dieses wird in Wickelprotokolllisten eingetragen. Natürlich sind auch persönliche Begleiter wie Schmusetier oder Schnuller für den Mittagsschlaf gerne gesehen. Für die „Großen“ sind die Regeln schon etwas enger: Jeden Mittwoch ist „Spielzeugtag“. Jedes Kind darf Spielzeug von zu Hause mitbringen. Es ist jedoch auch selbst dafür verantwortlich. Geht etwas kaputt oder verloren, muß das Kind die Konsequenz selber tragen. Eine Regel gibt es aber, auf die wir ganz streng achten: Der Kindergarten ist eine waffenfreie Zone. Jede Waffe wird bedingungslos konfisziert. Auch elektr. Spiele, wie z.B. Nintendo DS, Gameboy und andere Spielkonsolen sind nicht erlaubt! Die Spielzeuge sollen so bemessen sein, daß sie in der Eigentumsschublade deponiert werden können.

Die Kinder entscheiden frei, mit wem und mit wie vielen Kindern sie in den Funktionsbereichen spielen möchten. Hierbei achten wir auf ausgewogene Spielgruppen. Wollen die Kinder, warum auch immer, den Gruppenraum verlassen, sollen sie Bescheid sagen, damit wir unserer Aufsichtspflicht gerecht werden können.                                            Im Außengelände geht es auch nicht ohne Absprachen. Die Rutschbahn darf nur auf dem Po heruntergerutscht werden. Die Pferdeleinen dürfen nicht auf der Rutsche, dem Klettergerüst oder im Gebüsch gebraucht werden.                                                                      Wenn wir einen Spaziergang machen, müssen die Kinder in zweier Reihen aufgestellt an der Kinderseite, also an der den Wohnhäusern zugewandten Seite gehen.

Wir bitten darum, an den Geburtstagen keine „Präsentpäckchen“ für die Kinder mitzubringen.

Alle zwei Monate findet in jeder Gruppe von 11:45 Uhr-12:00 Uhr ein Elternschlußkreis statt: Am letzten Freitag im Monat in der Marienkäfergruppe und am ersten Freitag im Monat in der Elefantengruppe. Hier finden die Eltern die Möglichkeit, verschiedene Spiele oder Lieder gemeinsam mit ihrem Kind zu spielen oder zu singen. Hierbei ist darauf zu achten, dass Geschwisterkinder ausschließlich an den dafür vorgesehenen Geschwisterschlußkreisen teilnehmen dürfen. Ausnahmen bilden jene Kinder, welche sich noch nicht selbständig fortbewegen können. Desweiteren schließen wir pünktlich um 11:45 Uhr die Gruppentüre und es wird niemand mehr in die Gruppe gelassen, um den Schlußkreis nicht zu stören.

Kindern ab einem Kontingent von 35 Stunden steht für den täglichen Mittagsschlaf ein eigenes Bett zur Verfügung. Diese Ruhezeit halten wir bis 14:30 Uhr. Kein Kind kann zum Schlafen gezwungen werden, oft reicht den Kindern eine Ruhezeit aus! Dieses wird individuell mit den Eltern abgesprochen.

Außenaktivitäten

Der tägliche Aufenthalt im Freien, sei es ein Spaziergang oder freies Spielen auf dem Außengelände ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit und dient nicht zu Letzt zur Steigerung der Abwehrkräfte Ihres Kindes und damit seiner Gesundheit. Wichtig ist für uns die Einbindung in das örtliche Gemeinwesen, z.B. die Stadtbibliothek. Nach einem strukturierten Vormittag in den Gruppenräumen genießen es die Kinder, ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen und ihre Spielaktionen frei zu gestalten. Jede Freispielphase dient uns zur individuellen und konstruktiven Beobachtung der Kinder. Hierbei haben die Kinder die Gelegenheit mit Sand, Lehm, Kies und Wasser zu experimentieren.

 Erziehungsziele

 

Dazu gehört als erster Schritt die Trennung von den Eltern/Bezugspersonen. Diesen Prozeß unterstützen wir, indem wir dem Kind Vertrauen, Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen entgegen bringen. Mit viel Geduld trösten oder kuscheln wir mit Ihrem Kind. Aber auch Konsequenz hilft dem Kind, einen sicheren Halt in seinem neuen Lebensraum zu finden.

Wir ermutigen alle Kinder, möglichst viel allein zu schaffen und handeln nach dem Motto: „Soviel Hilfe wie nötig, aber so wenig wie möglich!“ Das gilt im Besonderen für das An- und Ausziehen. Wenn wir einen Spaziergang machen oder zum Turnen gehen, werden alle noch einmal daran erinnert, zur Toilette zu gehen und danach nicht zu vergessen, die Hände zu waschen! Alle dreijährigen Kinder sollten diese Grundvoraussetzungen bereits beherrschen, wenn sie in den Kindergarten aufgenommen werden. Die Sauberkeitserziehung der „Kleinen“ wird ganz individuell mit den Eltern abgestimmt und gemeinsam angegangen. Während der ganzen Kindergartenzeit haben die Kinder ein eigenes Erkennungszeichen. Dieses finden sie an der Garderobe, im Waschraum, an den Eigentumsfächern, an den Wäschebeuteln, am Turnbeutel und den Stiefel- bzw. Hausschuhboxen. Das dient den Kindern zur Förderung der Selbständigkeit, der Eigenverantwortung und der Ordnungsfindung.

 

Partizipation bedeutet ein Zusammenspiel zwischen Kind und Erzieher. Entscheidungsspielräume werden den Kindern gegeben und aktiv erarbeitet und unterstützt.                                                                                                                                                    Wir unterstützen die Kinder beispielsweise dabei eine Gesprächs- und Streitkultur zu entwickeln. Wichtig hierbei ist, dass wir alle immer gegenseitig im Gespräch bleiben.                                                                                                                                                     Allgemein ist die Transparenz bei Partizipation von enormer Wichtigkeit. So muss klar sein, welche Entscheidungsmöglichkeiten die Kinder tatsächlich haben. Hier müssen die unterschiedlichen Ressourcen, Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Die Kinder sollen den Alltag aktiv mitgestalten. Im Rahmen der regelmäßigen Kinderkonferenz werden Wünsche, Ziele und Ideen, aber auch Regeln, gemeinsam besprochen, erarbeitet und überprüft. Wir begegnen dem Kind als gleichwertige Partner und treten ihm ehrlich, authentisch und offen entgegen.

Wir wünschen uns in der Zusammenarbeit mit den Eltern, dass die Kinder auch im häuslichen Umfeld Gelegenheiten eingeräumt bekommen, dieses zu automatisieren und auch im familiären Umfeld die Möglichkeit bekommen, dies umzusetzen.

 

Bei allen Mahlzeiten achten wir auf gute Manieren und Maßhaltenkönnen. In unserer Einrichtung haben wir kindgerechte Essbestecke, so dass die Kinder das Essen mit Messer und Gabel erlernen. Jeder hat genug Zeit zum Essen und muß nicht schlingen. Das Kind wird dazu angehalten, mit dem Aufstehen zu warten, bis alle Kinder fertig sind. Wir bieten jeden Tag mindestens 3 Getränke an: Tee, Milch und Mineralwasser. Trinkflaschen mit Schnuller benutzen wir nicht! Nach und nach lernen die Kinder, sich den „Großen“ anzupassen und die allgemeinen Regeln und Tischsitten zu beherrschen.

Hierbei ist zu bedenken: Kein Kind wird von sich aus verhungern oder verdursten. Es ist nicht tragisch, wenn ein Kind einmal nicht gefrühstückt hat, oder zu Mittag wenig ißt.

Das Frühstück hat für uns einen besonderen Stellenwert. Die Eltern bezahlen z. Zt. pro Monat 8,00 € in der Gruppe. Dieses sammeln wir halbjährlich in bar (48€) in den Gruppen ein. Dafür wird dann alles eingekauft, was zu einem ausgewogenen Frühstück gehört. In unserer Einrichtung bevorzugen wir das freie Frühstück. Das bedeutet, alle Kinder werden aufgefordert aber nicht gezwungen, zu frühstücken. Dazu haben sie Zeit von 9.30 Uhr, nach dem Morgenkreis bis 10.45 Uhr. Jedes Kind hat somit auch die Entscheidungsfreiheit zu sagen, ob es Hunger hat oder nicht. Diese Form fördert ganz besonders die Selbständigkeit, Eigenverantwortung und den sozialen Umgang miteinander. Außerdem nutzen wir das gemeinsame Frühstück, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Einmal in der Woche gibt es ein Cerealien- Frühstück mit Cornflakes, Müsli, Haferflocken o.ä.. Jeden Tag reichen wir frisches Obst oder Gemüse zum Frühstück.

Jedes Kind hat auch schon ein Stückchen Verantwortung zu tragen: Für sich selbst (etwa das Naseputzen oder den Toilettengang) oder für andere Kinder indem es z.B. sein Frühstücksgeschirr so spült, dass das nächste Kind mit Appetit an diesem Platz frühstücken kann. Die Eltern geben Ihrem Kind keine Süßigkeiten und keine Getränke mit. Wenn ein Kind Geburtstag hat, wird natürlich gefeiert. Alle Kinder der Gruppe frühstücken dann gemeinsam einen mitgebrachten Kuchen oder Obstsalat oder etwas anderes nach dem Geschmack des Kindes. Die Planung der Geburtstagsfeier im Kindergarten ist mit den Erzieherinnen der jeweiligen Gruppe im Vorfeld abzusprechen. Geburtstage, welche z.B. in die Ferien, also Schließungszeiten der Einrichtung fallen, werden nach Absprache gern nachgefeiert.

·         Selbstbewusstsein

Die Kinder lernen, verschiedene Situationen auszuhalten, z.B. im Mittelpunkt stehen bei Spielen im Stuhlkreis, überhaupt mitspielen und nicht zu Letzt Lob oder Tadel. Sie dürfen „Nein“ sagen z.B. zu Zuneigungen, bestimmten Kleidungen oder Mahlzeiten. Es sei denn, sie gefährden sich oder andere Kinder. Wir fördern die Selbstannahme durch häufiges Bestärken und Loben und ermutigen die Kinder zu einer Akzeptanz ihrer eigenen Stärken und Schwächen und die, anderer Kinder. Wir nehmen jedes Mitteilungsbedürfnis des Kindes ernst und hören aktiv zu, was das Kind zu erzählen hat. Es darf in aller Ruhe ausreden, auch wenn es undeutlich spricht oder stottert. Kein Kind darf ausgelacht oder gehänselt werden wegen einer Schwäche oder einer Behinderung. Wenn es z.B. meint, dass die Gesichter der Menschen, die es gerade gemalt hat, grün sein sollen, akzeptieren wir dies und weisen lediglich darauf hin, dass die Wirklichkeit anders aussieht.

Alle Lebensbedingungen der Kinder wie Nationalität und Religion werden bedingungslos angenommen. Fehlschläge oder Enttäuschungen lernt das Kind zu tolerieren und damit umzugehen.

·         Sozialverhalten

In der Kindergartengruppe trifft das Kind mit ungefähr 20 anderen Kindern zusammen. Damit jedes Kind zu seinem Recht kommt, sind Grenzen notwendig. Deshalb müssen im Kindergarten verbindliche Regeln eingehalten werden. Hält ein Kind diese Regeln nicht ein, muss es mit entsprechenden Reaktionen rechnen. So wird ein Erfahrungsfeld für ein soziales Verhalten aufgebaut. Grenzen sind niemals willkürlich gesetzt, nicht abhängig von Sympathie oder Antipathie seitens der Erzieherin.

Durch Regeln, die für alle gleich gelten, wird Gerechtigkeit geschaffen.

Die Kinder erfahren, dass eine Gruppe Sicherheit und Geborgenheit bedeuten kann. Sie lernen, Achtung vor anderen Menschen und dessen Eigentum zu haben und auch auf andere Rücksicht zu nehmen.

Das können die Kinder z.B. im Stuhlkreis üben, indem sie andere aussprechen lassen. Auch ein „Nein“ muss ohne Murren hingenommen werden. Was die Erwachsenen vorleben, übernehmen die Kinder in ihr eigenes Wertverständnis gegenüber ihren Mitmenschen. Bieten wir Hilfe an, wird auch das Kind hilfsbereit; beherrschen wir die Anstandsregeln, wie z.B. „Guten Tag“ wünschen oder „Bitte“ und „Danke“ sagen, so wird auch das vom Kind übernommen. Sagen wir immer die Wahrheit und halten wir unsere Versprechen wird auch das Kind dies wahrnehmen und uns vertrauen. Diese Reihe kann noch ins Unermessliche fortgeführt werden. Der freundliche Umgangston spielt in jeder Gruppe, sowie in unserer gesamten Einrichtung eine große Rolle und soll von jedem Gruppenmitglied beherzigt werden.

·         Ausdauer

Wenn sich ein Kind ein Spiel aussucht, halten wir es stets dazu an, dieses Spiel auch zu Ende zu spielen. Durch Geschichten erzählen oder das Vorlesen von Bilderbüchern fördern wir u.a. das Durchhaltevermögen der Kinder. Das Aufräumen vor dem Stuhlkreis oder einer

gemeinsamen Aktivität geschieht mit Ruhe und Sorgfalt. Wir bestärken die Kinder darin, Spannungen auszuhalten; z.B. das Bedürfnis nach Toben, Spielen oder auch Trinken nicht sofort zu befriedigen. In der Schule kann das Kind auch nur während der Pausen frühstücken oder auf dem Schulhof toben. Auch Spaziergänge in der Umgebung fördern die Ausdauer.

·         Konzentrationsfähigkeit

Viele unserer Tätigkeiten beinhalten gleich mehrere Erziehungsziele. Ein Märchen bildet auch die Konzentrationsfähigkeit der Kinder aus. Sie dürfen sich nicht ablenken lassen und müssen bis zum Ende zuhören, um den Sinn der Geschichte zu verstehen. Das Gleiche gilt

natürlich auch für Brettspiele oder Memories. Eine Schneideübung dient nicht nur der Technik des Schneidens sondern auch der Konzentration. In diesem Fall greifen wir auch auf Schablonen zurück. Doch dies beschränkt sich lediglich auf Ausnahmen.

·         Grundtechniken

Die offensichtlichste Arbeit im Kindergarten ist das Vermitteln von Grundtechniken wie Schneiden, Kleben, Malen, Ausmalen und der Umgang mit den entsprechenden Werkzeugen. Zu Grundtechniken gehört auch das selbständige An- und Ausziehen von Kleidung und Schuhen oder das Aufstapeln von Bausteinen. Auch muß der sinngemäße Gebrauch von Spielmaterialien und Werkzeugen wie z.B. Messer und Gabel erst vermittelt und eingeübt werden, genauso wie auch das Zähneputzen nach dem Mittagessen. Während der Bewegungserziehung lernen die Kinder, bewußt zu hüpfen, zu tanzen, zu springen, mit Sportmaterialien wie Bällen, Keulen, Seilchen usw. umzugehen oder auf Kommandos zu reagieren (Spiel: Feuer, Wasser, Sturm). Auch das Gehen wird in seiner ganzen Vielfalt geübt: leise schleichen, laut stampfen oder rückwärts gehen. Zur gezielten Bewegungserziehung bieten wir den Kindern auch an, die Grundtechniken des Roller-, Dreirad- oder Fahrradfahrens zu erlernen oder zu vertiefen. Nebenbei lernen die Kinder auch verkehrstechnische Grundlagen und Regeln kennen und zu beachten.

·         Wissenserweiterung

Das Wissen der Kinder wird im Kindergarten durch gezielte Angebote und Ausflüge enorm erweitert. Die Kinder hören von anderen Kulturen u.a. durch andere Gruppenmitglieder. Wir besuchen mit den Kindern z.B. ein Krankenhaus oder die Entsorgungsbetriebe. Auch die jährliche Zahnprophylaxe erweitert den Wissensschatz der Kinder. Ein Polizist und ggf. ein Feuerwehrmann besuchen die Kinder im Kindergarten, um von den Aufgaben der Polizei und der Feuerwehr zu erzählen und mit den Kindern den Notfall zu proben. Den Jahreszeiten entsprechend basteln wir oder erzählen etwas darüber, was gerade in der Natur geschieht. Durch Lieder, Spiele, Gedichte und Bücher erweitern wir den Wortschatz der Kinder. Logisches Denken und mathematisches Grundwissen erreichen wir z.B. durch Zählen oder Würfelspiele. Aber auch für Gefahren in der Umwelt machen wir die Kinder sensibel. Alles, was wir den Kindern sagen oder erzählen, ist von uns Erziehern wohl bedacht. Jedes Handeln unsererseits hat einen pädagogischen Hintergrund.

·         Gruppenfähigkeit

Wir arbeiten in unserer Einrichtung ganz bewußt gruppenbezogen. Das bedeutet für das Kind, daß es immer in der gleichen Gruppe „zu Hause“ ist. Es hat immer dieselben Ansprechpartner und dieselben Kinder um sich herum. Das ermöglicht ihm, schnell Vertrauen zu fassen und festen Halt zu finden. Schnell bildet sich bei den Kindern auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl heraus. Sie lernen, sich einzuordnen in einen feststehenden Rahmen. Auch die Erzieher lernen die verschiedenen Kinder in ihrer Persönlichkeit kennen und können so auf die ganz speziellen Bedürfnisse eingehen. Dazu gehört es, Gespräche zu führen, Zuhören zu können und Rücksichtnahme zu üben.                                                                                                                                                           Die Erwachsenen werden als Autoritätsperson erfahren, auf die man sich verlassen und stützen kann. Diese Form der demokratischen Autorität erfordert Konsequenzen. Hierbei sind nicht Strafen gemeint, sondern auch die Anerkennung beider Seiten. Alle Kinder sind gleichviel wert. Schüchterne Kinder können besonders ermutigt werden und lebhafte Kinder lernen, sich zurückzunehmen. Von allen Mitgliedern der Gruppe erlebt das Kind Freundlichkeit und Ehrlichkeit, so daß es sich auch freundlich und ehrlich verhalten kann. Gibt es Ärger mit anderen Kindern beobachten die Erzieher erst einmal den Vorgang um den Kindern erstmal die Möglichkeit zu geben, allein damit fertig zu werden. Zeigt sich jedoch, dass das Kind dies nicht allein lösen kann, so schreiten wir ein und halten die Kinder dazu an, den Konflikt verbal auszutragen. In einer Gruppe erfährt das Kind Toleranz und Wertschätzung von seinen Mitmenschen. Durch einen sorgsamen Umgang lernt es Gegenstände, die der Allgemeinheit gehören, zu würdigen und zu achten.

Die Kinder erwerben auf diese Weise eine Gruppenfähigkeit, die es ihnen ermöglicht, stets mit anderen Menschen zu leben, zu lernen und später zu arbeiten.

 Schwerpunkt unserer Pädagogik

Allgemein decken wir in unserer täglichen Arbeit die folgenden Bildungsbereiche ab:

Kinder sind von Natur aus neugierig, daher üben Experimente auf Kinder einen besonderen Reiz aus. Sie können ganz unbefangen Dinge mit allen Sinnen erforschen, dabei Hypothesen und Theorien aufstellen, diese dann be- oder widerlegen.

Wir greifen den Forscherdrang der Kinder nach dem situationsorientierten Ansatz auf und bereiten die Themen bedürfnisorientiert so auf, dass der Spaß und die Neugierde erhalten bleiben und weiter wachsen. Gemeinsam reflektieren wir dann die unterschiedlichsten Ergebnisse und es entsteht ein sozialer, kommunikativer Dialog. Diese AG läuft ganzjährig, gruppenübergreifend und in allen Altersgruppen.

■ AG „Kindertheater“

Dieses Angebot findet Gruppenübergreifend halbjährlich einmal in der Woche statt.              Eine Kleingruppe von 10 – 12 Kindern spielen wöchentlich Theater bei uns. Die Kinder dieser AG sind zwischen 4 und 6 Jahre alt.                                                                                           Sie lernen beim freien Theaterspielen ihre eigene Körpersprache, Gestik und Mimik kennen. Durch spielerische Übungen werden Spielfreude und Phantasie angeregt. Durch Pantomimik Übungen fördern wir die Kinder bewusste Bewegungen auszuführen und zu vertiefen. Die Kinder tauchen in verschiedene Rollen ein und können sich so in andere Rollen und Personen hineinversetzen.

■ AG Medienpädagogik

Medien haben die Funktion möglichst viele Menschen auf einmal mit Informationen zu erreichen. Dies geschieht z.B. durch Radio, Fernseher, Internet, Zeitung etc. Diese Informationen können insbesondere bei Kindern eine Reizüberflutung auslösen. Das Angebot der Medienpädagogik unserer Einrichtung dient dazu, kindgerecht zu lernen mit Medien sinnvoll umzugehen und Manipulationen zu vermeiden (z.B. Umgang mit dem Computer, Erfahrungen mit anderen Medien sammeln und einen geeigneten Umgang zu erlernen). Das Ziel dieser Angebotsreihe ist es u.a. auch, die Kinder besser auf die für sie noch unstrukturierte und unübersichtliche Medienwelt vorzubereiten. Dieses Angebot findet halbjährlich alle 2 Wochen, mit den Vorschulkindern statt.

Die Kinder setzten sich hierbei mit unterschiedlichen Malutensilien und Techniken auseinander. Die Kinder zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr erarbeiten spielerisch die Grundfarben und anhand eines selber gestalteten Farbenrades können sie deren Misch- und Komplementärfarben entdecken. Auch Naturmaterialien, wie z.B. Sand, Erde, Blätter, Stöckchen und Blüten kommen zum Einsatz. Die Kreativität und Phantasie der Kinder wird spielerisch gefördert, dass Selbstbewusstsein durch eigenes Tun und Entdecken, sowie das Schaffen eines faszinierenden Ergebnisses gestärkt. Die Feinmotorik, die Hand-Auge-Koordination, Ausdauer und Geduld werden gefordert und gefördert.

Reizüberflutungen und zunehmende, schwierige Familiensituationen, sowie Migrantenhintergründe, führen häufig zu Sprach- und Wahrnehmungsdefiziten.             Die Politik hat erkannt, dass regelmäßige Heranführung der Kinder an geeignete Literatur, vielen Störungen und Schwierigkeiten entgegenwirken kann.                                                Daher wird dies in Kleingruppen pädagogisch sinnvoll vermittelt.                                      Neben der Wissenserweiterung, der Wahrnehmungsförderung, Konzentration, Phantasie und Sprache, soll bei den Kindern durch das Textverständnis die Freude an der Literatur geweckt und das Sozialverhalten gestärkt werden.

Beim Projekt Werken machen die Vorschulkinder in Einzel- oder Kleingruppen erste Erfahrungen mit verschiedenen Bereichen des Handwerks.                                                          Sie erfahren wie unterschiedliche Werkstoffe, z.B. Ton, Holz oder Stoff verarbeitet und wofür diese Materialien verwendet werden können. Beim Herstellen ihrer eigenen Werkstücke üben sie den sachgerechten Umgang mit den nötigen Werkzeugen und lernen Gefahren zu erkennen. Hierbei werden auch die Auge-Hand-Koordination, sowie die Feinmotorik trainiert. Das Projekt läuft ganzjährlich, einmal die Woche.

Das breitgefächerte, pädagogische Angebot unserer Einrichtung lässt es zu, dass die einzelnen Arbeitsgemeinschaften überlappen und ineinander übergreifen. Dies bietet uns den Raum, jedes einzelne Kind individuell und ganzheitlich zu fördern!

Auch in Bezug auf die AGs findet Elternarbeit statt. So gibt es z.B. für die Kinder und Eltern Mitmach-Samstage und / oder Elternabende zu den einzelnen Schwerpunktbereichen. Dies dient dazu die Inhalte der AGs transparent zu machen und Eltern über unsere Arbeit zu informieren.

Sinneswahrnehmung

Als besonders wichtig in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir die Sinneserfahrung unserer 5 Hauptsinne (Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken und Riechen) an. Desweiteren gehören auch die Förderung von Kinästhetik und Gleichgewicht dazu. Die heutigen Kinder sind durch Medien reine „Sehmenschen“ geworden. Aber wir haben noch vier andere Sinne, die es wert sind geschult zu werden. Der Tastsinn wird gestärkt durch Materialien, die in der Gruppe zur freien Verfügung stehen oder auch im Garten z.B. das Kiesbecken. Wie fühlen sich etwa Steine an? Gibt es Unterschiede? Fühlt sich eine Feder genauso an wie ein Ast? Lackierte Bausteine erleben wir ganz anders als z.B. Legobausteine.             Durch bewusste Hinweise erleben die Kinder die unterschiedlichsten Gerüche. Wie auch im Geschmack werden die gewonnenen Eindrücke anders erlebt. Der eine riecht oder schmeckt gerne Honig und andere ekeln sich davor. Diese Unterschiede dürfen sein und werden bestärkt, denn das macht die Individualität des Einzelnen aus. Auf einem Spaziergang halten wir plötzlich an, um den Kindern bewusst zu machen, dass es nach Heu oder auch nach Pferdeäpfeln riecht.                                                                                                   Viele Spiele in der Gruppe nutzen wir zur Sinnesschulung. So kommt z. B. das Spiel „Hänschen piep einmal“, das schon Oma und Opa gespielt haben, gut bei den Kindern an. Es macht Spaß und die Kinder schulen Gehör oder je nach Spielweise den Tastsinn.           Für das Freispiel bieten wir Materialien an, die oft aus der Natur oder dem täglichen Leben kommen. Deshalb freuen wir uns auch, wenn die Kinder aus dem Urlaub eine Tüte Muscheln mitbringen oder vom Ausflug an den Rhein ein Körbchen voller Steine. Auch eine Schachtel voller Schrauben und passenden Muttern ermuntert die Kinder, zu wühlen oder Schrauben zusammen zu setzen. Hat es nicht jedem Freude gemacht, in Omas Knopfkiste zu wuseln?                                                                                                                               Nur das bewusste Erleben und Erfahren der Umwelt macht es unseren Kindern möglich, ihren Lebensraum zu schätzen und zu schützen.

Hier handelt es sich um die begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung entwickelt von Renate Zimmer (BaSiK). Die vom Land vorgegebenen Bögen werden regelmäßig vom päd. Personal bearbeitet. Es finden Gespräche statt, es wird zugehört, nacherzählt und gereimt. Dies alles sind Schlüsselqualifikationen für das spätere Lesen und Schreiben.                                                 Hierbei sind Fingerspiele, Kinderliteratur (Bilderbücher, Geschichten…), Sing- und Bewegungsspiele, sowie Übungen der Mundmuskulatur- und Motorik unabkömmlich. Dies findet altersentsprechend in Kleingruppen statt, um jedes Kind altersgerecht fördern und fordern zu können.

Alle Kinder in unserem Kindergarten sollen bis zum Schulanfang einen genügend großen aktiven und passiven Wortschatz erwerben und grammatikalisch richtig einsetzen können. Sie lernen, in Gruppengesprächen zuzuhören, sich zu Wort zu melden und vor allen Kindern erzählen zu können. Das erreichen wir z.B. durch ein großes Angebot an Bilderbüchern, erzählten Geschichten, Liedern, Fingerspielen und Erzählrunden im Morgenkreis.

Die AGs laufen zeitversetzt, individuell im Rahmen der Dienstplanung!

Vorschulgruppe

Die Kinder werden an einem Tag in der Woche aus dem Gruppengefüge herausgezogen, um in der Vorschulgruppe zu arbeiten. Hier wird insbesondere auf die notwendigen Fähigkeiten für einen Schulbesuch hingearbeitet. So üben wir mit den Kindern z.B., ihren vollständigen Namen mit Alter und Adresse richtig und deutlich wiederzugeben oder durch Stickübungen sogar eine dünne Nadel führen zu können. In einer Schulmappe werden Arbeiten gesammelt, die die Kinder gemalt, gezeichnet oder gebastelt haben. Die Kinder genießen es, endlich zu den Großen zu gehören und werden dadurch in ihrem Selbstwertgefühl enorm gestärkt. Wenn die Kinder schon Interesse an Buchstaben oder

Zahlen zeigen, greifen wir diese auf und fördern es altersgemäß. Die Kinder lernen, zuzuhören oder in einem Gruppengespräch abzuwarten, bis der Vorredner ausgesprochen hat. Wir erarbeiten mit den Kindern ganzheitliche Zusammenhänge und beachten dabei auch Fähigkeiten wie logisches Denken und Motorik. Die enge Zusammenarbeit mit der zukünftigen Grundschule fördert einen bestmöglichen Übergang aus dem Elementarbereich in den Primarbereich einer Bildungsinstitution. Außerdem bieten wir den Kindern ein umfangreiches Ausflugspaket an. So besuchen wir u.a. im letzten Kindergartenjahr eine Bäckerei, die Fauna, die Stadtbibliothek, die BayArena in Leverkusen, Museen, wie auch das örtliche Krankenhaus. Auch haben wir eine Kooperation mit dem Seniorenheim Kirschbaumer Hof. Hier besuchen wir mit den Kindern Senioren, spielen, singen oder backen gemeinsam.

Im Rahmen der Kooperation mit der Grundschule Kreuzweg und dessen offenen Ganztags, findet einmal jährlich ein gemeinsames Frühstück mit dem OGS und den Kindern, die künftig diese Schule besuchen werden statt. Außerdem hospitieren wir mit diesen Kindern 45 Minuten in einer Schulklasse des ersten Schuljahres. Wir legen großen Wert auf eine gute Vorbereitung auf die Schule.

Die Kindertagesstätte „Pünktchen“ bietet Ausbildungsplätze und verschiedene Praktikaplätze an. In der Hauptsache begleiten wir die Ausbildung zur Kinderpflegerin, Erzieherin, bzw. Erzieherin im Anerkennungsjahr. Aber auch FOS – Praktika oder berufsfindende Praktika der Sekundarstufe I und II bieten wir an. Selbstverständlich beinhaltet diese Aufgabe die stetige Fort- und Weiterbildung aller sozialpädagogischen Mitarbeiter der Einrichtung.

Qualitätsmanagment

Das Thema Qualitätsentwicklung ist auch in der Kindertagesstätte ein wichtiger Bestandteil geworden. Hierbei geht es um eine kritische Selbstreflektion und Selbstevaluation. Wir arbeiten mit dem Qualitätshandbuch PQ-Sys® KiQ. Dies ist in neun Qualitätsmodule unterteilt. Jedes Modul ist einem Qualitätsthema zugeordnet und enthält eine jeweils unterschiedliche Anzahl von Qualitätskriterien.

Diese werden fortlaufend erarbeitet und überprüft.

 Schlusswort an die Eltern

Um diese wertvolle und wichtige Arbeit leisten zu können, ist ein respektvolles, ehrliches und vertrauensvolles Zusammenwirken mit Ihnen als Eltern notwendig. Wir ersetzen nicht Ihre Erziehungsarbeit, aber wir ergänzen diese.

Die Pädagogen unserer Kindertagesstätte sind den Lehrern in der Schule absolut gleichzustellen. Daher bitten wir auch Sie, bestimmte Regeln einzuhalten. Kommen Sie so zeitig in den Kindergarten, daß die Türe um 9:00 Uhr geschlossen werden kann und Sie sich bereits von Ihrem Kind verabschiedet haben. Und seien Sie gewiß, daß Sie Ihr Kind noch am gleichen Tag wiedersehen. Eine Verabschiedung wie zu einer Urlaubsreise macht Ihnen und Ihrem Kind den Abschied nur schwer. Bitte beachten Sie, dass Buchungszeit nicht gleich Betreuungszeit ist. Je nach Entwicklungsstand und emotionaler Situation des Kindes, kann durch das pädagogische Personal die Betreuungszeit jederzeit modifiziert werden!

Wenn Sie Elternbriefe mit der Bitte um Rückgabe erhalten, so geben Sie diese bitte auch rechtzeitig zurück. Lesen Sie aufmerksam die Informationen an der Pinwand im Eingangsbereich und vor den Gruppen und tragen Sie sich, falls erforderlich, in entsprechende Listen ein. Dieses gilt insbesondere für die Bitte um Mithilfe im Rahmen der Pflichtstunden, zu denen Sie sich alle in Ihrem Betreuungsvertrag verpflichtet haben.

Für Anregungen, Wünsche, Klagen aber auch ein Lob steht Ihnen jederzeit jeder einzelne der Mitarbeiter zur Verfügung.

 

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